- Auch CDU und FDP befürworten nun U-Ausschuss
- SPD, Grüne und AfD hatten Antrag auf Ausschuss angekündigt
- Hauptverdächtigen werden 293 Fälle vorgeworfen
Im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs von Lügde wollen jetzt auch CDU und FDP mögliches Behördenversagen von einem Untersuchungsausschuss des Landtags aufarbeiten lassen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag (24.05.2019) aus Fraktionskreisen.
„Wir haben den Oppositionsfraktionen von SPD und Grünen heute vorgeschlagen, einen gemeinsamen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu Lügde auf den Weg zu bringen“, erklärten die Fraktionschefs, Bodo Löttgen (CDU) und Christof Rasche (FDP), auf Anfrage.
Untersuchungen nicht auf verschiedene Gremien verteilt
Die SPD hatte am Dienstag einen Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses angekündigt. Auch Grüne und AfD haben sich für einen Untersuchungsausschuss ausgesprochen. Der Ausschuss soll nach den Vorstellungen von CDU und FDP den Missbrauchsfall „in seiner ganzen zeitlichen und inhaltlichen Dimension“ behandeln. Die Untersuchungen sollten nicht auf unterschiedliche Gremien verteilt werden.
Auf dem Campingplatz in Lügde an der Landesgrenze zu Niedersachsen sollen über Jahre hinweg zahlreiche Kinder schwer sexuell missbraucht worden sein. Dem 56-jährigen Hauptverdächtigen wirft die Staatsanwaltschaft in der Anklage 293 Fälle vor.
Haftprüfung im Missbrauchsfall Lügde . Lokalzeit OWL. 23.05.2019. Verfügbar bis 23.05.2020. WDR. Von Oliver Köhler
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https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/luegde-untersuchungsausschuss-landtag-100.html
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