- 18 Verdächtige im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach
- Bilder und Videos sollen in Chatgruppe getauscht worden sein
- Internetprovider lieferten Behörden Hinweise
Im Zusammenhang mit dem Missbrauchsfall in Bergisch Gladbach sind inzwischen weitere Tatverdächtige identifiziert worden. Bei den Ermittlungen zu dem Kinderpornographie-Netzwerk werden jetzt nach Informationen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung von Freitag (15.11.2019) 18 Personen aus sechs verschiedenen Bundesländern als Tatverdächtige geführt.
Neun mutmaßliche Täter sitzen bereits in Untersuchungshaft. Weitere neun Verdächtige sollen inzwischen von den Ermittlungsbehörden identifiziert worden sein. Die Tatverdächtigen kommen nach Informationen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung nicht nur aus Nordrhein-Westfalen, sondern auch aus Rheinland Pfalz, Hessen, Berlin, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein.
Chatgruppe mit mehr als 1.800 Mitgliedern
Die Männer sollen in einer Chatgruppe kinderpornografisches Material getauscht haben, Bilder und Videos, die sie nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft beim sexuellen Missbrauch von Kindern angefertigt haben. Mehr als 1.800 Mitglieder soll diese Chatgruppe gehabt haben. Es ist zu erwarten, dass die Zahl der Beschuldigten noch deutlich steigen wird.
Ausgelöst wurde das Verfahren nach Informationen von WDR, NDR und SZ durch Hinweise aus Kanada. Die Behörden dort wurden demnach von Internetprovidern auf den Fall aufmerksam gemacht. Sie übermittelten diesen Verdacht an das Bundeskriminalamt. Von dort wurden die zuständigen Staatsanwaltschaften eingeschaltet.
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https://www1.wdr.de/nachrichten/missbrauch-bergischgladbach-verdaechtiger-100.html
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