Jugendämter müssen deutlich mehr Kinder aus Familien holen

  • 2.200 Sorgerechtsentzüge in 2019
  • Zahl steigt seit Jahren
  • Rechtliche Hürden liegen hoch

Jugendämter und Gerichte in NRW haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Kinder aus Familien herausgeholt, in denen ihnen körperlicher, seelischer oder geistiger Schaden drohte. Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Mittwoch (24.06.2020) mitteilte, stieg die Zahl der Fälle, in denen die elterliche Sorge vollständig entzogen wurde, im Jahr 2019 um 9,3 Prozent auf 2.214. Hinzu kamen 2.557 Fälle mit Einschränkungen der elterlichen Sorge.

Rechtliche Hürden liegen hoch

Die rechtlichen Hürden für einen vollständigen Entzug der elterlichen Sorge liegen dabei hoch: Das Bundesverfassungsgericht beschloss in einem Grundsatzurteil von 2014 , dass die Gerichte klare Feststellungen dazu treffen müssen, dass das Wohl des Kindes nachhaltig gefährdet sei. Bereits 2018 stieg die Zahl der Sorgerechtsentziehungen um 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

https://www1.wdr.de/nachrichten/sorgerechtsentzug-haeufiger-notwendig-100.html

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