Das Landgericht München II hat einen Polizisten, der vielfach Jungen missbrauchte, zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und vier Monaten verurteilt. Das berichteten mehrere Medien, darunter die „Süddeutsche Zeitung“. Der Angeklagte sei unter anderem des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen und des Besitzes von kinder- und jugendpornografischen Bildern und Filmen schuldig gesprochen worden.
Der mittlerweile suspendierte Beamte aus dem Landkreis Starnberg war im Frühjahr 2019 festgenommen worden. Der 60-Jährige missbrauchte über Jahre hinweg Kinder und Jugendliche sexuell. Der Anklage zufolge nutzte er seine Tätigkeit als Vorstand in einer Freiwilligen Feuerwehr für die Taten. Er verging sich demzufolge vor allem bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit an Jungen, von denen einige unter 14 Jahren alt und damit juristisch noch Kinder waren.
Das Gericht blieb mit seinem Urteil hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft von vier Jahren und zehn Monaten Haft. Die Verteidiger des Mannes hatten für eine Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten plädiert. Sie verwiesen darauf, dass der Angeklagte Reue für seine Taten gezeigt habe.
Bereits am ersten Verhandlungstag hatten sich die Prozessbeteiligten aufgrund eines umfassenden Geständnisses des Angeklagten auf einen Strafrahmen zwischen vier Jahren und drei Monaten sowie fünf Jahren und drei Monaten verständigt.